Technisch ist die Lösung derart intuitiv, dass es grosse Freude bereitete, selbst anzupacken und Teile davon umzusetzen.
Claudia Coray, Leiterin Testsysteme
Kantonaler Lehrmittelverlag St. Gallen
Das Bildungswesen des Kantons St.Gallen zählt schweizweit zu den besten. Unterschiedliche Formen von Vergleichsprüfungen und Wissenskontrollen, wie Papier-Fragebogen, computergestützte oder webbasierte Tests auf der Grund- und Oberstufe lieferten wertvolle Erkenntnisse zur Qualitätssteigerung des Bildungswesens. Die grosse Erfahrung, der Pioniergeist des Projektteams, die Unterstützung durch die Politik und die Vorreiterrolle des Erziehungsrates gaben den Ausschlag für die Realisierung des Projektes eprolog auf der Gymnasialstufe.
Im Kanton St.Gallen geniesst das Bildungswesen innerhalb der Regierung seit längerem einen hohen Stellenwert. Weit über die Kantonsgrenzen hinaus wird dem St-Galler-Modell eine bedeutende Vorreiterrolle attestiert. Auch wird das Bildungswesen als wichtiger Beitrag der Standortattraktivität betrachtet. Die der Bildungsdirektion angegliederte Grund-, Ober- und Gymnasialstufe zählen landesweit zu den bestgeführten und leistungsmässig überdurchschnittlichen Bildungsstätten. Transparenz und Erfolgskontrolle haben im St.Galler Bildungswesen einen festen Platz und stehen Lernenden, Lehrpersonen und Eltern als Standortbestimmung, Leistungskontrolle oder Steuerungsmassnahme zur Verfügung.
St.Gallen entwickelte unter dem Namen eprolog Vergleichsprüfungen am Gymnasium für die Fächer Deutsch und Mathematik. Der Erziehungsrat beschloss, dass die Lernenden nach dem 10. Schuljahr in einer computerbasierten Standortbestimmung überprüfen können, wo sie Stärken und mögliche Schwächen haben. Ein webbasiertes, adaptives Testverfahren ermöglicht es, dass Aufgaben bearbeitet werden, welche den Fähigkeiten der Lernenden entsprechen. Die erbrachte Leistung wird anschliessend in einem individuellen Profil abgebildet. Die Analyse der Resultate erlaubt den Lernenden, wenn nötig geeignete Massnahmen zu treffen. Die eprolog Plattform ist die Weiterentwicklung und konsequente Anpassung an die Gymnasialstufe der bewährten Stellwerk-Lösung. Unter Wahrung der getätigten Investitionen konnten die Projektverantwortlichen die Komponenten der Grund-Architektur bestehend aus Elementen, Dimensionen, Modellen, Systemen und Mechanismen übernehmen und damit viel Zeit gewinnen. Auf der Basis des St.Galler Lehrplans haben Gymnasiallehrpersonen einen Referenzrahmen für die Fächer Deutsch und Mathematik entwickelt. Anschliessend wurden die Aufgaben definiert und ein Pool mit über 600 Testaufgaben aufgebaut, und erprobt, bzw. normiert.
Die auf dem Standardprodukt TestDrive von Arcadix, für E-Assessment/E-Testing basierende Lösung verfügt über eine sehr intuitive und bedienerfreundliche Entwicklungsumgebung. Selbst Mitarbeiter ohne technischen Hintergrund schätzen die Lösung..
Diese Lösung ermöglicht der Abteilung Testsysteme, den Gymnasien einen schlanken, flexiblen und schnellen Service bieten zu können, der sich durch tiefe Produktions- und Betriebskosten sowie geringen Steuerungs- und Verwaltungsaufwand auszeichnet. Die Lehrpersonen können Auswertungen und Vergleiche anstellen und auf der Stufe der Erziehungsdirektion können die Berichte und Kennzahlen für Lenkungs- und Steuerungsmassnahmen herangezogen werden. Die Serverform des adaptiven eprolog Systems lässt den gleichzeitigen Betrieb von mehreren Tausend Anwendern zu, die mit wissens- und stufengerechten Fragen bedient werden. Ein Obligatorium an allen St.Galler Gymnasien für dieses qualifizierte hochwertige Werte- und Resultatesystem, welches einheitliche und aussagefähige Vergleiche auf der Leistungsebene ermöglicht, ist vorgesehen.